Angeln am Lainioälven  

Jeder, der sich mit dem Angeln intensiv beschäftigt, insbesondere mit dem Raubfischangeln, weiß um den Fischreichtum skandinavischer Gewässer.

Das Angeln am Lainioälven darf ohne Übertreibung zur Extraklasse gezählt werden!

Hier dreht sich alles um den Lachs, denn der Laioioälven verfügt über einen großen Bestand an Lachsen, die jedes Jahr aus der Ostsee aufsteigen um zu den Leichgründen im Oberlauf des Flusses zu gelangen.

Begegnet man einem der wenigen Einheimischen, bekommt er gerade noch ein „Hallo“ heraus, dann kommt aber auf jeden Fall eine Frage bzgl. der Lachsquote. (Was aber nicht wirklich unhöflich wirkt!)

Regelmäßig werden auch von nicht einheimischen Anglern kapitale Lachse gefangen - so geschehen 3 Tage vor unserer Ankunft in diesem Jahr - 15 Kilo brachte der Fisch auf die Waage!

Es sei an dieser Stelle vorweggenommen, dass wir aufgrund unserer Touren allerdings auch nicht das Hauptaugenmerk auf das Angeln legen (können).

Die Ausrüstung ist auf ein Maß beschränkt, das uns zwar ermöglicht, mehr Fisch in kurzer Zeit zu fangen als wir benötigen, ist aber nicht so umfangreich wie die der Leute, die ausschließlich zum Angeln an den Fluss kommen. Wir müssen das Equipment an die Boote bzw. Tour anpassen. Die Zeit die wir für das Angeln erübrigen können hängt von den sonstigen Aufgaben in der Wildnis ab. (Lager aufbauen, Holz sammeln, Kochen, etc.)

Die meisten Lachse werden beim Schleppen mit Wobblern oder beim Fliegenfischen gefangen. Das Camp bietet hierbei die entsprechende Unterstützung. Vom Fliegenbinden bis zur geführten Angeltour mit professionellem Guide ist alles möglich.

Hierbei werden die etwas einfacheren und sicheren Gummiboote (ähnlich Raftingboote) genutzt. Somit können Tagestouren geplant werden bzw. auch Angler mit wenig Wildnis- oder Kanuerfahrung in den Genuss von außergewöhnlichem Angeln kommen.

Das Camp bietet natürlich auch entsprechende Unterkünfte direkt am Fluss in der Nähe des Canyons, wo die meisten Lachse gefangen werden. Das Angeln im Canyon ist aufgrund der grandiosen Kulisse schon ein Erlebnis für sich.

Auch sollte man sich nicht scheuen, die Mitarbeiter des Camps nach Tipps zu fragen – sie sind gern behilflich wenn es um fängige Köder oder Hotspots geht.

Wir konzentrieren uns bei unseren Touren auf das Spinnangeln. Von vielen schönen wilden Forellen (über 50 cm – ca. 1,2 - 2 Kilo) über unzählige Äschen (ich habe dieses Jahr wirklich aufgehört die Tagesfänge zu zählen) und einige kampfstarke Hechte bis 100 cm und viele kleinere in der Größe 50 - 65 cm haben wir schon alles gefangen. Daneben jede Menge Barsche unterschiedlicher Größe.

(Übrigens: Solltest Du die Gelegenheit haben, frage die Einheimischen, wie man richtig Fische am Stock über dem offenen Feuer braten kann. Ein guter Hecht schmeckt so zubereitet wirklich herrlich – nur muss man wissen, wie es gemacht wird!)

Die Köderauswahl sollte den entsprechenden Angelstellen angepasst werden. In den Stromschnellen kann man immer mit guten Forellen und Äschen rechnen. Hierbei kann man die Köder bei einer geeigneten Stelle (möglichst in der Nähe größerer Steine) einfach in die Strömung treiben lassen und dort halten (der Wasserdruck reicht in der Regel aus). Meistens spürt man dann recht schnell, dass der Köder attackiert wird. Das Drillen einer 50 cm großen Wildforelle in einer starken Stromschnelle kann einem schon die Schweißperlen ins Gesicht treiben – sollte man wie wir, diesen Fang schon fest für's Abendessen eingeplant haben!

Aber auch das Absuchen der vielen Gumpen am Rand, wo die Strömung geringer ist bzw. sich Gegenströmungen bilden, lohnt sich fast immer für einen guten Fang.

Im Verhältnis gesehen mit anderen, bekannten Lachsflüssen, ist das Angeln am Lainioälven vergleichbar günstig. Für ca. 25 € die Woche (incl. aller Seen der Region – ca. 500!) hat man hier eine reale Chance auf große Lachse und wird auf jeden Fall durch andere großartige Fänge „entschädigt“, sollte es mal nicht mit dem Lachs klappen. Die Karten können direkt im Camp erworben werden.

 

 

 

 

 

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